

Wilde Maus
Chronik
Sie war eine der beliebtesten Holzachterbahnen und ihre beiden Zwiebeltürme lange Jahre ein Wahrzeichen auf den Plätzen. 1934 entwickelte der Münchner Schausteller und Zimmermann Franz Xaver Heinrich diese Bahn (auch unter der Bezeichnung Teufelskutsche), die es meisterhaft verstand, dem Fahrgast Schweißperlen auf die Stirn zu treiben. Die letzte dieser Bahnen wurde bis 1994 von der Schaustellerfamilie Göbel aus Worms betrieben und aus Altersgründen, sowie Konkurrenzdruck durch eine neue Stahlkonstruktion ersetzt.
Wilde Maus heute
Die Fahrgastgondel wird mittels eines Kettenaufzuges in 14 Meter Höhe gezogen. Auf einem schrägen Hochplateau fahren die Wagen über äußerst harte Serpentinen abwärts. Die jeweilige Kurve ist nicht überhöht, ein ungemein ruckartiges Fahren die Folge. Hinzu kommt, dass der Eindruck entsteht, als fahre man über die Gleise hinaus.
Im 2. Teil der Streckenführung geht es dann durch ein tiefes Tal und über weitere kleine Hügel, wobei wiederum alle Kurven nicht überhöht sind und es fast im rechten Winkel um die Ecke geht. Das Ganze sieht dann aus wie eine Maus, die im Zickzackkurs versucht einer Katze zu entfliehen.
Die Fahrbahnlänge beträgt 360 Meter. Die Grundfläche ca.850qm die Höhe inkl. Dekoration 21m. Für den Antrieb und die Beleuchtung werden 130Kw/h benötigt.
Diese Anlage ist voll elektronisch gesteuert und verfügt über ein Sicherheitsblocksystem mit 8 Fahrbahnbremsen. 1 mal jährlich wird durch den TÜV eine Hauptabnahme durchgeführt und alles auf Herz und Nieren geprüft. Somit ist die optimale Sicherheit der Fahrgäste gewährleistet.

